Mit gleich elf neuen Stifterinnen und Stiftern konnte die Bürgerstiftung Bad Honnef auf ihrer diesjährigen Stifterversammlung einen erfreulichen Zuwachs verzeichnen. Die Vorsitzende Annette Stegger begrüßte die Neumitglieder persönlich und überreichte ihnen ihre Mitgliedsurkunden.

Kurz vor Weihnachten 2025: Das Ehepaar Walter unterzeichnet das Gründungsdokument für den Walter-Kulturstiftungsfonds in Höhe von 200.000 Euro.

Doch nicht nur bei der Zahl der Stifter gab es Grund zur Freude. Stegger präsentierte den Anwesenden bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2025 ein Jahr voller Rekorde. Allein aus Zinserträgen und Dividenden erwirtschaftete die Bürgerstiftung im vergangenen Jahr rund 41.000 Euro. Zusammen mit Spendeneinnahmen konnten mehr als 51.000 Euro für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet werden. Insgesamt profitierten 27 Vereine, Organisationen und Einzelprojekte in Bad Honnef von der Förderung.

Besonders erfreulich entwickelte sich auch das Stiftungskapital. Es stieg im vergangenen Jahr um rund 320.000 Euro und bescherte der Bürgerstiftung damit ein Ausnahmejahr. Zu Jahresbeginn erhielt die Stiftung eine Erbschaft in Höhe von 100.000 Euro. Gegen Ende des Jahres gründeten Martina und Martin Walter einen Stiftungsfonds mit einem Kapital von 200.000 Euro. Die daraus erzielten Erträge sollen dauerhaft kulturellen Projekten in Bad Honnef zugutekommen. Das Stiftungsvermögen beläuft sich damit auf 1,5 Millionen Euro.

Annette Stegger erinnerte an die vier Förderschwerpunkte der Bürgerstiftung. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie bessere Bildungschancen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung Senioren und benachteiligte Menschen bei der gesellschaftlichen Teilhabe. Weitere Schwerpunkte sind die Förderung von Kunst, Kultur und Heimatpflege sowie Projekte in den Bereichen Natur-, Tier- und Artenschutz.

Große Anerkennung erhielt auf der Versammlung das Mitmachprojekt „Vorlesepaten“. Inzwischen engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche nicht nur in Kindertagesstätten, sondern auch in Altenheimen und sorgen dort bei Jung und Alt für Freude an Büchern, Texten und den damit verbundenen persönlichen Gesprächen.

Für breite Aufmerksamkeit sorgten erneut die eigenen Veranstaltungen der Bürgerstiftung. Dazu gehören die beliebten Konzerte der Reihe „Musikzeit“ auf dem Annaplatz in Rommersdorf. Ein besonderer Höhepunkt war Ende des Jahres der erste Sophienball im Kurhaus, der bei den Gästen auf große Begeisterung stieß und deshalb in diesem Jahr wiederholt wird. Die Veranstaltungen bereichern nicht nur das kulturelle Leben der Stadt, sondern erwirtschaften zugleich Mittel für weitere gemeinnützige Projekte – insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Das laufende Jahr verspricht ein weiteres Wachstum und noch mehr  geförderte Projekte. Das größte Vorhaben ist die Finanzierung einer Ferienfreizeit für Vorschulkinder in den Sommerferien. ein Gemeinschaftsprojekt von Stadtjugendring, Stadtelternrat und Bürgerstiftung. Die Kinder werden kostenlos an dem Programm teilnehmen können. Auch die Lesepaten der Bürgerstiftung werden sich am Programm der Ferienfreizeit beteiligen und regelmäßig vorlesen.

Bei aller Freude über die positive Entwicklung sprach Stegger auch die Herausforderungen an. Mehr Projekte, höhere Fördersummen und zusätzliche Veranstaltungen bedeuteten zugleich einen steigenden Arbeitsaufwand. Deshalb sei die Bürgerstiftung weiterhin auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen und freue sich über Menschen, die sich aktiv engagieren möchten.

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