Die alte Bezeichnung „Specken“ beschreibt die befestigten Wege und Plätze in Moorgebiet. Mit Reisig und Knüppeln bauten sich Trappisten nach 1700 ihren zugewiesenen Aufenthaltsort in einem Bruchgelände bei Düsseldorf und bekamen so ihren Bei­namen „Speckermönche“, der bis Selhof weiter getragen wurde. Diese Trappisten aus der Abtei Düsselthal, einem Ortsteil von Düsseldorf, kommen 1710 nach Selhof und kaufen von dem hochadeligen Herrn von Hunthum zwei Halfmannshäuser (jetzt Selhofer Straße 67 und Kapellenstraße 6). So werden Güter und Höfe, meist mit Scheunen, Ställen, Baum- und Weingärten genannt, bei denen die Pächter die Hälfte ihres Ertrags als Pachtzins abliefern mussten (Halbwinner). Nach der Säkularisierung erwirbt 1823 der Kölner Jos. Wilh. Wolff die beiden Höfe. Einen weiteren Hof der Trappisten, auf Menzenberg gelegen, erwirbt Nikolaus Simrock aus Bonn, der Vater von Karl Simrock. Einige Besitzerwechsel später mit verschiedenen Nutzungen z. B. als Gastwirtschaft (Restauration zum Sankt Martin), Tanzlokal, Kindergarten, werden 1969 die verbliebenen Gebäude in der Kapellenstraße abgebrochen und Wohnhäuser errichtet.