Die Rheininsel hieß noch 1653 „die Graw“ [für] „Sandbank, Flußinsel“ … Der rechte Rheinarm, einst der bedeutendste, wurde ab 1788 durch eine Kribbe von der Südspitze der Insel zum Lohfeld (Station 16) zum „toten Rheinarm“. … Die Insel gehörte ab 1566 dem bergischen Herzog und wurde 1815 preußische Domäne. In die Honnefer Gemeindegrenzen war sie seit den Löwenburgern eingeschlossen, 1921 erwarb sie die Stadt. (Helmut Arntz / Adolf Nekum: Urkataster und Gewannen am Beispiel der Gemeinde Honnef 1824/1826) – Jahrhundertelang war die Insel ein von Weiden bewachsenes Eiland, das zum Grundbesitz der im Jahre 1689 zerstörten Kapelle „Domus Dei“ in Bondorf gehörte [Station 1, 6]. … Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der landwirtschaftliche Betrieb nach und nach erweitert. Ein Restaurant entstand, das sich großer Beliebtheit erfreute und erst in den 1960er Jahren abgerissen wurde. Nachdem bereits im Jahre 1909 eine Anlegestelle für die Köln-Düsseldorfer Dampfschiffe eingerichtet worden war, wurde zwei Jahre später die Insel durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. (Karl Günter Werber: Honnefer Spaziergänge)