Foto: W. Flume

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7.1 Die Marienkapelle am Dachsberg wurde 1955 dank bürgerschaftlichen Engagements aus Orscheid und Wülscheid in unmittelbarer Nähe eines ehemaligen Heiligenhäuschens erbaut, das der Aegidienberger Revier- und Gemeindeförster Franz Wermers mit seiner Ehefrau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichten ließ. Auf dem Giebeldreieck des Kapelleneingangs ein Vers des Marienlieds: „Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus!“, an den Innenwänden zahlreiche Danktäfelchen für die Hilfe der Gottesmutter.

7.2 Der große und kleine Dachsberg wurden – ebenso wie der Himberg – 1865 durch die Gemeinde zur Ausbeute als Basaltsteinbrüche verpachtet, was die Beschäftigung von über 100 Aegidienbergern zur Folge hatte. 1964 war das Basaltvorkommen erschöpft und es bildete sich ein Steinbruchsee. Seit 1979 wird der Dachsbergsee vom Angelsportverein Bad Honnef bewirtschaftet.

7.3 Für die Bevölkerung traditionell von großer Bedeutung: Die Wülscheider Quelle (an der Verbindungsstraße von Wülscheid zur Landstraße 247), die den Ort ab Ende 1902 mit Wasser aus dem Wülscheider Bruch versorgte. (Im August 1902 hatten Dorfbewohner die Wülscheider Wasserleitungsgesellschaft gegründet, die die erste geschlossene Wasserversorgung in Aegidienberg schuf.)

7.4 Zwischen Orscheid / Wülscheid und der nach Stockhausen führenden Rottbitzer Straße (Landstraße 247) liegt, gut verborgen im Wald, das Gelände eines ehemaligen Luftwaffen-Munitionsdepots. Es hatte einen Nebenbahn-Gleisanschluss nach Rostingen zum An- und Abtransport der Munition (Station 6.4). Bei einer Sprengung kurz vor Kriegsende entstand ein ca. 10 x 20 m großer Krater, in dem sich – gleich neben dem Weg – später ein Teich bildete, der heute noch erhalten ist.