Ältestes Gebäude in Bad Honnef, seine Ursprünge gehen in das vorkarolingische Frankenreich des 8. Jahrhunderts zurück. Ältester Gebäudeteil ist der romanische Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert (Giebel und Helm von 1860, nach Entwürfen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner). Die daran angebaute dreischiffige Hallenkirche ist ein Werk der Spätgotik um 1500. 1912 wurde die Kirche im Stil der Gotik durch den Anbau des Querschiffs mit dem dreifachen Chor erweitert. Bemerkenswert ist die florale, spätgotische Ausmalung der Kirche im Innern, die an den Paradiesgarten erinnern. Zur Ausstattung gehören eine Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert des Typus der lächelnden Kölner Madonnen, ein ebenfalls in Köln entstandenes „Heiliges Grab“, 1514 von einem Löwenburger Richter gestiftet, und ein auch aus dieser Zeit stammendes Sakramentshaus aus der 1689 (Station 2) zerstörten Kapelle „Domus Dei“, die auf dem Göttchesplatz an der Rommersdorfer Straße stand (Sta­tion 6, 15).