10.1, 10.2 Von diesem Standort aus sind zwei auf Honnefer Gebiet liegende, 2014 und 2016 bereits eröffnete Stationen am Geschichtsweg Bad Honnef zu erreichen: Rechts geht es leicht bergauf zu der dem Hl. Servatius geweihten Servatiuskapelle (die auf die spätromanische Zeit zurückgeht und 1752, 1951, 1980 von Grund auf instand gesetzt wurde) und zum Servatiushof, aus dem früher der Unterhalt der Kapelle erwirtschaftet wurde; er wird vom städtischen Förster bewohnt. – In südlicher Richtung führt der Servatiusweg zum Himmerich (366,4 m), an dem von 1894 bis 1910 Latit abgebaut wurde, der mit einer Bremsbahn in das Mucherwiesental gebracht wurde. Der Honnefer Unternehmer Peter Modersohn erwarb den Steinbruch und verpachtete die dortige Hütte 1920 an die Kölner Naturfreunde; daran erinnert die Gedenktafel Naturfreunde Ferienheime Himmerich 1921 bis 1933.

10.3 In der Nähe des Wanderparkplatzes und der Servatiuskapelle lagen früher die Bergwerke und Gruben Britannia (in der Kupfer, Blei und Zink gefördert wurden) und Kindtaufe (Kupfer). Von 1895 bis 1905 wurde das Erz sowie Basalt aus den Steinbrüchen mit einer Pferdebahn von Servatius durch das Schmelztal nach Honnef transportiert – später dann mit einer Dampfbahn nach Rostingen.

10.4 Auf den Wiesen hin zum Himberg erfolgte zu Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre der Abbau von Quarzit, der in der Montan-Industrie als äußerst hitzebeständiges Material in Hochöfen Verwendung fand.

10.5 Im östlichen Ende der heutigen Herchenrother Straße lag von 1927 bis 1933 das sog. „Waldheim“, in dem unter Leitung des Spiritaner-Paters Josef Sonnenschein junge Menschen für ihre Arbeit als Entwicklungshelfer in Angola in landwirtschaftlichen Fächern ausgebildet wurden.