Die ehemalige Lungenheilstätte Hohenhonnef entstand 1891 auf Initiative der „Heilstätte Hohenhonnef AG“, namentlich auf Betreiben von August Bredt (1817 – 1895; Oberbürgermeister von Barmen 1857 – 1879), und nach Plänen des Leipziger Architekturbüros Pfeifer & Händel, in Anlehnung an französische Schlossbauten des 17. Jahrhundert. Das Sanatorium, das gerne mit dem „Zauberberg“ von Thomas Mann verglichen wurde, verfügte über ein eigenes Post- und Telegraphenamt, repräsentative Gesellschaftsräume, Bibliothek und Billardzimmer. An einige der namhaften Kurgäste aus dem In- und Ausland erinnern heute noch Gräber auf dem Alten Friedhof (Station 18) und dem Judenfriedhof in Selhof (Geschichtsweg Selhof, Station 7). – 1912 wurde das Sanatorium an die Landesversicherungsanstalt Rheinland verkauft, 1914 der Gebäudekomplex um eine Hauskapelle und um das Beamtenwohnhaus mit Kraftwagenanlage erweitert. Seit 1979 betreibt die „Gemeinnützige Gesellschaft der Cornelius-Helferich-
Stiftung“
hier eine Wohn-und Dienstleistungseinrichtung für Menschen mit Behinderung. – Unterhalb von Hohenhonnef, auf der Anhöhe Fuchshardt, liegt die 1872 geweihte Fuchshardt-Kapelle (eigene Informationstafel).